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Supportive Therapie

Bluttransfusionen können nötig werden, wenn die Patienten zu wenig Thrombozyten oder Erythrozyten in ihrem peripheren Blut aufweisen. Die Durchführung erfordert häufige ambulante Arztbesuche der Patienten. Bluttransfusionen lindern nur die Symptome der Erkrankung, die Ursachen bekämpfen sie jedoch nicht.

Bei einem Mangel an Thrombozyten ist die Gabe von Thrombozytenkonzentraten erforderlich. Diese werden über eine Infusion in die Blutbahn gegeben. Die Behandlung erfolgt ambulant im Krankenhaus oder in einer hämatologischen Praxis, die entsprechend ausgestattet ist. Für Patienten mit niedrigen Thrombozytenwerten ist es wichtig, vorbeugende Maßnahmen zu treffen, um Verletzungen und Blutergüsse zu vermeiden. Medikamente, die die Blutgerinnung herabsetzen, wie z.B Acetylsalicylsäure (ASS), sollten – wenn möglich – nicht eingenommen werden. Deshalb müssen auch alle nicht verschreibungspflichtigen Substanzen und Medikamente unbedingt mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Auch ein Mangel an Erythrozyten (Anämie) kann eine Behandlung mit Bluttransfusionen notwendig machen: Die auftretenden Symptome schränken nicht nur die Lebensqualität der Betroffenen ein, sondern können auch weitere Beschwerden verursachen, wie z.B. eine Vergrößerung der linken Herzkammer mit nachfolgender Herzinsuffizienz. Für eine Transfusion muss das Spenderblut in seinen individuellen Eigenschaften genau mit denen des Empfängerblutes übereinstimmen, sonst besteht die Gefahr einer sogenannten Abstoßungsreaktion. Wenn diese Voraussetzung erfüllt ist, werden dem Patienten rote Blutzellen in Form von Erythrozytenkonzentraten in die Armvene verabreicht.

Mit Blutübertragungen gelangt mehr freies Eisen in den Körper des Empfängers, als dieser verarbeiten oder wieder ausscheiden kann. Eisen ist zwar ein lebensnotwendiges Spurenelement, aber im Überschuss ist es giftig. Bei einer Überladung drohen Schäden in verschiedenen Organsystemen. Um das zu verhindern, wird das überschüssige Eisen medikamentös aus dem Körper entfernt.

Bei einem Mangel an roten Blutkörperchen (Erythrozyten) oder Blutplättchen (Thrombozyten) können diese mittels Transfusion ersetzt werden. Die Zellkonzentrate werden über eine Vene infundiert. Bluttransfusionen können die Symptome lindern, aber weder die Ursachen bekämpfen noch eine MDS-Erkrankung heilen.


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Das MDS-Register ist Basis für zahlreiche Projekte, die das Ziel verfolgen, unser Wissen über MDS zu erweitern. Mehr dazu erfahren Sie auf der Internetseite des MDS-Registers.

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Über die Behandlung hinaus

Menschen mit MDS können oft auch soziale Hilfestellung in Anspruch nehmen... Mehr lesen

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Definition

MDS

Der Begriff MDS steht für „myelodysplastische Syndrome“ und umfasst eine Reihe von Erkrankungen, bei denen die normale Blutbildung im Knochenmark gestört ist. ...Beitrag lesen


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Ursachen

MDS

Wer bekommt eigentlich MDS? Diese Frage kann nicht pauschal beantwortet werden, denn MDS entstehen oft spontan ohne erkennbaren Grund. Einige Auslöser, die MDS begünstigen können, sind aber bekannt. ...Beitrag lesen


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Symptome

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Da es viele verschiedene Typen von MDS gibt, können auch die Symptome ganz unterschiedlich ausfallen. Typisch für viele MDS sind aber Müdigkeit und Kurzatmigkeit, denn oft leiden die Betroffenen unter Anämie. ...Beitrag lesen


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Diagnose

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Eine genaue Diagnose von myelodysplastischen Syndromen erfordert differenzierte Untersuchungen. Diese können auch Aufschluss über eine mögliche, geeignete Therapieform geben. ...Beitrag lesen


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Einteilung

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Myelodysplastische Syndrome werden, je nach Ausprägung, in unterschiedliche Subtypen eingeteilt. Diese Einteilung erfolgt in der Regel nach der WHO-Klassifikation. ...Beitrag lesen


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Risikogruppen

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Um den Verlauf von MDS besser einschätzen zu können, wurden so genannte prognostische Bewertungssysteme (Scores) entwickelt. Diese erlauben eine Einteilung von Patienten in verschiedene Risikogruppen und sind ein wichtiges Entscheidungskriterium für die Art der Behandlung. ...Beitrag lesen


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Prognose

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Die Art und Ausprägung der MDS sind von Mensch zu Mensch verschieden. Durch den medizinischen Fortschritt und neue Behandlungsmöglichkeiten haben sich die Aussichten für Betroffene in den letzten Jahren aber deutlich verbessert. ...Beitrag lesen


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Behandlung

MDS

Heilbar ist MDS durch Medikamente leider noch nicht – neue Therapiemöglichkeiten bieten Patienten aber zunehmend bessere Chancen auf ein längeres Leben und eine verbesserte Lebensqualität. ...Beitrag lesen