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MDS – was ist das?

Der Begriff MDS steht für „myelodysplastische Syndrome“ und umfasst eine Reihe von Erkrankungen, bei denen die normale Blutbildung gestört ist. Das Knochenmark enthält Stammzellen, aus denen bei gesunden Menschen rote Blutzellen (Erythrozyten), weiße Blutzellen (Leukozyten) und Blutplättchen (Thrombozyten) durch Differenzierung und Reifung hervorgehen (siehe Abb). Bei Patienten, die an myelodysplastischen Syndromen leiden, ist der Körper nicht mehr in der Lage, aus diesen Stammzellen vollständig reife und funktionstüchtige Blutzellen zu bilden (siehe Abb.). Im peripheren Blut treten dann auch sogenannte dysplastische (fehlgebildete, nicht funktionsfähige) Zellen und Vorstufen (Blasten) auf.

Bei MDS gerät die Blutbildung zunehmend aus dem Gleichgewicht

In fortgeschrittenen Stadien dieser Erkrankungen werden immer mehr unreife Blutzellen produziert. Der Blutbildungsprozess ist also nachhaltig gestört und kann bei manchen Patienten zu einem späteren Zeitpunkt auch zu einer akuten myeloischen Leukämie (AML) führen.

Myelodysplastische Syndrome treten vor allem in höherem Alter auf und verlaufen von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Deshalb ist es für Betroffene wichtig, im persönlichen Gespräch mit dem behandelnden Arzt mehr über den eigenen, ganz individuellen Krankheitszustand zu erfahren. Regelmäßige Kontrollen des Gesundheitszustandes durch den behandelnden Hämatologen sind notwendig, um die richtige Behandlung zum bestmöglichen Zeitpunkt anzuwenden. Um Komplikationen zu vermeiden, die mit MDS verbunden sein können, können auch die Patienten einen Beitrag leisten. Durch einen angepassten Lebensstil, der mit gesunder Ernährung das Immunsystem stärkt, den Körper mit ausreichend Aktivität kräftigt und ihm, wenn angebracht, die nötige Ruhe gönnt, können Betroffene ihr Leben mit MDS positiv beeinflussen. Die MDS zählen mit ca. 5 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner pro Jahr zu den häufigsten Knochenmarkerkrankungen bei älteren Patienten in Deutschland.

Normale Blutbildung
Krankhaft veränderte Zellen im peripheren Blut

Bei Patienten mit MDS ist der normale Reifungsprozess der Blutzellen gestört. Im peripheren Blut finden sich weniger „normale“ funktionsfähige rote und weiße Blutkörperchen sowie Blutplättchen. Stattdessen schüttet das Knochenmark funktionell gestörte sogenannte dysplastische Zellen und Vorläuferzellen (Blasten) aus.


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Die Blutbildung beim gesunden Menschen

Beim gesunden Menschen ist die Bildung von Blutzellen sorgfältig reguliert... Mehr lesen

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Definition

MDS

Der Begriff MDS steht für „myelodysplastische Syndrome“ und umfasst eine Reihe von Erkrankungen, bei denen die normale Blutbildung im Knochenmark gestört ist. ...Beitrag lesen


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Ursachen

MDS

Wer bekommt eigentlich MDS? Diese Frage kann nicht pauschal beantwortet werden, denn MDS entstehen oft spontan ohne erkennbaren Grund. Einige Auslöser, die MDS begünstigen können, sind aber bekannt. ...Beitrag lesen


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Symptome

MDS

Da es viele verschiedene Typen von MDS gibt, können auch die Symptome ganz unterschiedlich ausfallen. Typisch für viele MDS sind aber Müdigkeit und Kurzatmigkeit, denn oft leiden die Betroffenen unter Anämie. ...Beitrag lesen


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Diagnose

MDS

Eine genaue Diagnose von myelodysplastischen Syndromen erfordert differenzierte Untersuchungen. Diese können auch Aufschluss über eine mögliche, geeignete Therapieform geben. ...Beitrag lesen


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Einteilung

MDS

Myelodysplastische Syndrome werden, je nach Ausprägung, in unterschiedliche Subtypen eingeteilt. Diese Einteilung erfolgt in der Regel nach der WHO-Klassifikation. ...Beitrag lesen


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Risikogruppen

MDS

Um den Verlauf von MDS besser einschätzen zu können, wurden so genannte prognostische Bewertungssysteme (Scores) entwickelt. Diese erlauben eine Einteilung von Patienten in verschiedene Risikogruppen und sind ein wichtiges Entscheidungskriterium für die Art der Behandlung. ...Beitrag lesen


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Prognose

MDS

Die Art und Ausprägung der MDS sind von Mensch zu Mensch verschieden. Durch den medizinischen Fortschritt und neue Behandlungsmöglichkeiten haben sich die Aussichten für Betroffene in den letzten Jahren aber deutlich verbessert. ...Beitrag lesen


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Behandlung

MDS

Heilbar ist MDS durch Medikamente leider noch nicht – neue Therapiemöglichkeiten bieten Patienten aber zunehmend bessere Chancen auf ein längeres Leben und eine verbesserte Lebensqualität. ...Beitrag lesen