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Wie werden verschiedene MDS-Erkrankungen klassifiziert?

Die myelodysplastischen Syndrome werden unter dem Mikroskop nach dem Erscheinungsbild der Blutzellen eingeteilt. Nach der neuesten WHO-Klassifikation von 2008 werden dabei sieben Gruppen (Subtypen) unterschieden. Die Einteilung erfolgt je nach Ausprägung und Art an unreifen oder unvollständig gebildeten Blutzellen in Blut und Knochenmark sowie nach weiteren sichtbaren Merkmalen und Änderungen im Erbgut.

Normalerweise sind weniger als 2-5 % der Zellen im Knochenmark so genannte Blasten, also Zellen, die noch nicht fertig ausgereift sind. Wenn der Anteil an Blasten im Knochenmark oder im peripheren Blut einen Wert von 20 % überschreitet, spricht man von einem Übergang in eine akute Leukämie. Leukämie ist ein aus dem Griechischen abgeleitetes Wort und bedeutet "weißes Blut". Bei Patienten mit einer Leukämie und ausgeprägter Ausschwemmung von weißen Blutzellen in das Blut sieht man dieses "weiße Blut" im Labortest deutlich: Wenn ein Röhrchen mit Blut länger stehen bleibt, sondert sich eine weiße Schicht von Blutzellen ab.

Bei ca. einem Viertel der Patienten mit myelodysplastischen Syndromen, am häufigsten bei Hochrisiko-MDS, tritt zu einem späteren Zeitpunkt eine akute myeloische Leukämie auf (AML). Die akute myeloische Leukämie ist eine aggressiv verlaufende, bösartige Erkrankung des Knochenmarks.

Anämien treten bei vielen MDS auf

Aufgrund der fehlenden Zellreifung gehen die MDS oft mit schweren Anämien einher – bei der Mehrheit der MDS-Patienten ist die Bildung von funktionstüchtigen roten Blutzellen stark beeinträchtigt. Die typischen Anämie-Symptome wie verminderte Leistungsfähigkeit und andauernde Müdigkeit können meist durch Blutersatz, d. h. durch häufige Bluttransfusionen gemildert werden.


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Das MDS-Register ist Basis für zahlreiche Projekte, die das Ziel verfolgen, unser Wissen über MDS zu erweitern. Mehr dazu erfahren Sie auf der Internetseite des MDS-Registers.

Broschüre: „Begriffe aus der Hämatologie“

Sie sprechen kein Fachchinesisch? In dieser Broschüre sind die wichtigsten medizinischen Fachbegriffe aus der Hämatologie verständlich erklärt.

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Definition

MDS

Der Begriff MDS steht für „myelodysplastische Syndrome“ und umfasst eine Reihe von Erkrankungen, bei denen die normale Blutbildung im Knochenmark gestört ist. ...Beitrag lesen


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Ursachen

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Wer bekommt eigentlich MDS? Diese Frage kann nicht pauschal beantwortet werden, denn MDS entstehen oft spontan ohne erkennbaren Grund. Einige Auslöser, die MDS begünstigen können, sind aber bekannt. ...Beitrag lesen


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Symptome

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Da es viele verschiedene Typen von MDS gibt, können auch die Symptome ganz unterschiedlich ausfallen. Typisch für viele MDS sind aber Müdigkeit und Kurzatmigkeit, denn oft leiden die Betroffenen unter Anämie. ...Beitrag lesen


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Diagnose

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Eine genaue Diagnose von myelodysplastischen Syndromen erfordert differenzierte Untersuchungen. Diese können auch Aufschluss über eine mögliche, geeignete Therapieform geben. ...Beitrag lesen


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Einteilung

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Myelodysplastische Syndrome werden, je nach Ausprägung, in unterschiedliche Subtypen eingeteilt. Diese Einteilung erfolgt in der Regel nach der WHO-Klassifikation. ...Beitrag lesen


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Risikogruppen

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Um den Verlauf von MDS besser einschätzen zu können, wurden so genannte prognostische Bewertungssysteme (Scores) entwickelt. Diese erlauben eine Einteilung von Patienten in verschiedene Risikogruppen und sind ein wichtiges Entscheidungskriterium für die Art der Behandlung. ...Beitrag lesen


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Prognose

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Die Art und Ausprägung der MDS sind von Mensch zu Mensch verschieden. Durch den medizinischen Fortschritt und neue Behandlungsmöglichkeiten haben sich die Aussichten für Betroffene in den letzten Jahren aber deutlich verbessert. ...Beitrag lesen


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Behandlung

MDS

Heilbar ist MDS durch Medikamente leider noch nicht – neue Therapiemöglichkeiten bieten Patienten aber zunehmend bessere Chancen auf ein längeres Leben und eine verbesserte Lebensqualität. ...Beitrag lesen